Auf der Therapeutencouch: Was den Zürchern zu schaffen macht

Die Gründe, warum Zürcher zum Psychotherapeuten gehen, sind vielfältig, wie die Auswertung der Gesundheitsplattform Coachfrog zeigt.

Warum Psychotherapie in Zürich?

Psychische Krankheiten zählen zu den häufigsten Leiden in der Schweizer Bevölkerung. Jeder Sechste ist laut Bundesamt für Gesundheit (2015) von einer oder mehreren psychischen Erkrankungen betroffen. Die Schweizer Plattform Coachfrog erhält dreimal so viele Anfragen zu psychischen Problemen als zu körperlichen Befindlichkeiten wie Rückenschmerzen oder Verspannungen. Dabei sind drei Viertel aller Hilfesuchenden Frauen.

Platz 1: Lebenskrisen und Depressionen (24%)

Fast jeder Mensch verspürt ab und zu einen ‚Blues‘ – eine Niedergeschlagenheit und Lustlosigkeit, weil eine unerfreuliche Erfahrung die Stimmung drückt. Das Hadern mit dem Schicksal beschäftigt uns meist nur vorrübergehend. Mit der Zeit gelingt es, wieder von selbst auf die Beine zu kommen. 24 Prozent der Zürcher Therapiesuchenden können jedoch über einem längeren Zeitraum Geschehnisse nicht verarbeiten und stecken in einer Lebenskrise, die sich zu der psychischen Erkrankung weiterentwickeln kann.

Platz 2: Ängste und Beziehungs- und Sexualprobleme (je 16%)

Rund 800’000 Menschen leiden in der Schweiz an einer Form der Angststörung, somit ist etwa jeder Zehnte betroffen. Aber auch Beziehungs- und Sexualprobleme wie Erziehungsschwierigkeiten oder sexuelle Unzufriedenheit gehören zu häufig genannten Gründen, weshalb Hilfe von einem Psychotherapeuten benötigt wird. Immer mehr Betroffene suchen gerade bei diesen Themen online nach Hilfe: Denn wer beispielsweise an einer sozialen Ängstlichkeit leidet, dem fällt es schwer in die Öffentlichkeit zu gehen. Auch Betroffene einer Sexualstörung wollen aus Schamgefühl ihre Anonymität bei der Therapeutensuche weitestgehend wahren.

Platz 3: Trauma und Kinder – und Jugendpsychologie (je 11%)

Elf Prozent der Psychotherapiesuchenden auf Coachfrog leiden an einem Trauma. Der Begriff Trauma (griechisch für ‚Wunde‘) bezieht sich auf leidvoll erlebte Vorkommnisse, die den Betroffenen in Todesangst versetzt oder die sich in einer aussergewöhnlich, bedrohenden Situation befunden haben. Um Erlebtes zu verarbeiten, zählt speziell die Traumatherapie zu einer der gängigen Behandlungsformen.

Auch Kinder bleiben von psychischen Problemen oder Verhaltensauffälligkeiten nicht verschont, wie die Anzahl Anfragen besorgter Eltern zeigt. Ob ADHS, Pubertätskrisen, Lernstörungen oder Autismus, in der Kinder- und Jugendpsychotherapie wird gezielt auf die Bedürfnisse junger Altersgruppen eingegangen. Gerade Eltern ist die Wahl eines passenden Psychotherapeuten wichtig. Denn sie treffen die Entscheidung für ihr Kind und sehen sich in grosser Verantwortung.

Lange Wartezeiten: In Zürich fehlt es an Psychotherapeuten

«In meinem Praxisalltag begegnen mir in der Regel Menschen, die stark durch schwierige Lebenssituationen belastet sind, sei es im Beruf oder im persönlichen Umfeld», bestätigt Stephanie Rösner, eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin FSP. «Die Nachfrage nach Psychotherapie in Zürich ist hoch», ergänzt Rösner. «Häufig muss in Zürcher Praxen mit Wartezeiten gerechnet werden.»

Coachfrog.ch ist die führende Schweizer Therapeutenbuchungsplattform, welche Klienten aktiv beim Finden qualifizierter Fachpersonen unterstützt. 30'000 Therapiesuchende nutzen monatlich das kostenlose Vermittlungsangebot. Über 5'000 Therapeuten aus dem ergänzenden Gesundheitsmarkt sind dem Netzwerk angeschlossen. Die Anbieter sind von der Zusatzversicherung anerkannt oder Mitglieder eines äquivalenten Berufsverbandes.

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