Der Begriff Burnout stammt aus der Materialkunde und bezeichnet ausgebrannte Triebwerke oder durchgeschmolzene Brennstoffelemente in Kernkraftwerken. Erst in den 1970er Jahren wurde Burnout auf Zustände von Personen angewendet. In den letzten Jahren ist dieser Ausdruck zu einem Synonym von Erschöpfung und Überlastung geworden. Heute ist Burnout ein alltäglicher Begriff, welcher längst nicht mehr nur für Manager gilt. Bei der Eingabe auf Google erhält er über 40 Millionen Suchergebnisse. Eine klar definierte Krankheit namens Burnout gibt es allerdings nicht. Im medizinischen Standardwerk ICD 10 ist es ein Unterbegriff von „Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“.

Aus komplementär-therapeutischer Sicht ist mit dem Burnout immer ein Energieabfall verbunden. Es ist ein Gefühl von allgemeiner Energielosigkeit. Sogar Tätigkeiten, welche man gerne gemacht hat, fallen schwer. Es ist ein Verlust von Lebensfreude und die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen ist eingeschränkt. Je früher eine Therapie erfolgt, umso vielversprechender sind die Erfolgsaussichten.

Auf dem Weg zu einem Burnout gibt es immer viele verschiedene Warnsignale. Es lohnt sich, bewusst auf belastende Veränderungen und auf Rückmeldungen aus dem Umfeld zu achten. Einschlafstörungen, zu frühes Aufwachen oder gar Schlaflosigkeit sind eindeutige Symptome. Chronische Müdigkeit, Motivationsprobleme oder Vergesslichkeit können auf ein drohendes Burnout hindeuten. In manchen Fällen kommt es zu Panikattacken, Gleichgewichtsstörungen oder einem Hörsturz. Auch Herzbeschwerden ohne eine organische Ursachen können Begleiterscheinungen von übermässigem Stress sein.

Besonders gefährdet sind Berufe mit hoher Verantwortung wie Polizisten, Lehrer, Sozialberufe, leitende Angestellte, Ärzte, Pflegefachleute, Therapeuten und allein Erziehende. Neuste Schätzungen gehen davon aus, dass 10 Prozent aller Arbeitnehmer in Risikoberufsgruppen von Burnout betroffen sind. Besonders schwierig sind Doppel- oder Mehrfachbelastungen, welche den Berufs- und Alltagsbereich betreffen. Die Gefahr eines Burnouts steigt drastisch an, wenn zu beruflichen Belastungen Schicksalsschläge oder Krisen aus dem privaten Umfeld dazukommen.

Folgende präventive Massnahmen verringern die Gefahr eines Burnouts:

- NEIN sagen können: Wer zu allem JA sagt, läuft Gefahr, seine eigenen Aufgaben und Bedürfnisse zu vernachlässigen. Es allen Recht machen zu wollen, führt zu einer Entfremdung der eigenen Person. Im richtigen Moment Nein zu sagen, bedeutet, zu sich selbst Ja zu sagen.

- Funktionierendes Beziehungsnetz: Gut funktionierende Freundschaften und Beziehungen sind ein idealer Puffer für Stressphasen und stärken das positive Selbstbild.

- Ausreichend Schlaf und Erholung: Höhere Belastungen erfordern auch mehr Regeneration. Dabei ist jedoch nicht nur die Menge entscheidend, sondern auch die Qualität.

- Gesunde Ernährung: Gerade in Stressphasen ist es besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten. Ansonsten kann es zur Steigerung des Körperfettanteils und Mangelerscheinungen kommen.

- Verantwortungsvoller Umgang mit Genuss- und Rauschmitteln: Unter Stress neigen viele zu einem Mehrkonsum an Genuss- und/der Rauschmitteln. Diese können kurzfristig zum subjektiven Stressabbau führen, haben jedoch langfristig oft verheerende Folgen.

- Rechtzeitige professionelle Unterstützung: Je früher Unterstützung durch eine geeignete Fachperson erfolgt, um so besser sind die Erfolgsaussichten.

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