Entschlacken – das geht auch im Winter

Viele Menschen beginnen ihre reinigende Kur erst im Frühjahr, um sich von angesammelten Stoffwechsel-Abfallprodukten oder überflüssigen Kilos zu befreien. Doch es kann auch sehr wohltuend sein, dieses Entschlackungs-Ritual bereits in der kalten Jahreszeit zu starten. Vor allem in der Grippe-Phase sollten Sie dem Immunsystem besondere Achtsamkeit schenken.

Auf einer hölzernen Bank in der Natur steht ein Eimer für die Entschlackung

Ob regelmässiges Schwitzen in der Sauna oder ein ausgewogener Ernährungsplan – es gibt viele Wege, das Entschlacken im Winter nicht aus dem Auge zu verlieren. Ich verrate Ihnen gerne, wie Sie mit einfachen Methoden die Winterzeit gesund überstehen. 

 

Ab in die Sauna oder ins Dampfbad

Gerade im Winter essen wir reichhaltiger, sind vielleicht schleimig erkältet, kommen seltener zu Bewegung und vor allem schwitzen wir weniger. Sehr lösend und entspannend kann es sein, die Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane etwas anzuregen. Mein Tipp lautet daher: Ab in die Sauna oder ins Dampfbad, am besten ein bis zwei Mal pro Woche. Oder Sie entspannen in der Badewanne, wenn draussen Minusgrade herrschen. Das Immunsystem wird gestärkt und Zusätze wie beispielsweise Meersalz oder Basenmischungen, harmonisieren den Säure-Basen-Haushalt und fühlen sich auf der Haut weich an.

Während dem Saunieren oder Baden die abgestorbenen Hautschüppchen mit einer Körperbürste abbürsten und sich danach mit einem Körperöl auf natürlicher Basis einreiben. Das kurbelt den Kreislauf so richtig an, macht zufrieden und wirkt anregend auf die Ausscheidung von Giftstoffen und Säuren über die Haut. Gönnen Sie sich hinterher einen Kräutertee mit Lavendel oder Goldrute, um die Nieren sanft anzuregen und verwöhnen Sie Leber und Darm mit einem "Bittertröpfchen“.

Sauna-Anfänger sollten jedoch mit dem Schwitzen langsam beginnen. Ich empfehle für den Einstieg eine Dauer von 5 bis 10 Minuten oder solange Sie sich wohl fühlen. Je nach Befinden, reichen für die ersten Male in der Sauna auch zwei Durchgänge aus. Ein Entgiftungs-Effekt ist bereits vorhanden, wenn die Haut zu schwitzen beginnt. Bitte konsultieren Sie bei Herz-Kreislaufbeschwerden oder Krampfadern vorher einen Arzt.

 

Grün und bitter darf es sein

Ob Gemüse-Eintöpfe oder Gemüsebrühen: Eine leicht verdauliche Ernährung kann sich sehr wohltuend anfühlen und entschlackt sanft. Lange gekochte Suppen mit Huhn oder vegetarisch, mit Gemüse und vielen Kräutern, bauen Nierenenergie auf und unterstützen diese in ihrer Funktion. Ein kleines Glas «Grüner Smoothie», der mit wärmenden Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Ingwer o.ä. zubereitet wird, ist meist auch im Winter sehr gut verträglich, dazu gesund und eine gelungene Abwechslung in Ihrem Speiseplan. Wenn Sie schnell frieren, sind grüne Smoothies im Winter eher nichts für Sie.

Verwöhnen Sie lieber Ihr Entgiftungsorgan Nr. 1 – die Leber – nicht nur mit „Grünem“, sondern auch mit „Bitterem“. Denn eine ausgewählte Kombination aus Bitterstoffen kann sich ganz besonders positiv auf das Verdauungssystem auswirken, aktiviert Ihre Verdauungssäfte und stillt Heisshunger auf Süsses. Bitterstoffe befinden sich beispielsweise in Artischocken, bitteren Salaten, Gartenkräutern, Löwenzahn, Kamille, Schafgarbe oder Wermut. Also unbedingt auch im Winter Getränke und Speisen mit Kräutern würzen, vor allem, wenn sie einen bitteren Beigeschmack haben.

Im Winter sollte die Ernährung angepasst werden: Das bedeutet, dass Rohkost, Salate und Frischsäfte ungünstig zum Entschlacken sind. Sie kühlen zu stark und gehören darum ins kommende Frühjahr – doch mehr darüber zu einem späteren Zeitpunkt.

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