Bereits die alten Chinesen haben das schon ewig wirksame Schöpferische mit dem Namen „Dao“ zu umschreiben versucht. Es manifestiert sich als Naturgesetz, in welchem alles miteinander verbunden ist und alle Dinge in sich schon vollkommen sind. Deshalb ruft der Daoismus auf, den Dingen in Gelassenheit ihren naturgegebenen Lauf zu lassen. Diese Philosophie finde ich heute in der Musiktherapie wieder, denn gerade im Prozess der Improvisation findet sich die Haltung des „Geschehen-Lassens“, damit die innere Welt wieder in Ordnung kommen kann. In Kombination mit dem Qigong, eine aus dem Daoismus herkommende Bewegungskunst, die genau mit dieser Haltung Körper und Geist in Einklang bringt, werden Klang / Musik und Bewegung zu einem ganzheitlich wirksamen Geschehen.

Ich praktiziere seit zwanzig Jahren Qigong. Meine Erfarhung daraus ist:

  • Wenn es gelingt, die Bewegung kommen zu lassen, wird die Lebensenergie Qi wieder ihren naturgegebenen Fluss finden.
  • Gelingt es, über die Improvisation die innere Musik erklingen zu lassen, kann die Seele wieder ganz, also geheilt werden.

Deswegen ergänzen sich Musik und Qigong so gut. Die Grenzen von Musik und Bewegung verschwinden und vereinigen sich zu einem Ganzen.

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