„Ich erkannte immer deutlicher, dass das Mandala das Zentrum ist. Es ist Ausdruck allen Lebens, es ist der Weg der Individuation.“ C. G. Jung


Bei Mönchen im Himalaya habe ich mitverfolgt, wie ein Sand-Mandala entsteht. Höchste Präzisions-, Konzentrations- und Geduldsarbeit. Nach der Fertigstellung wurde der Sand dieses riesigen Bildes mit einem Handbesen zusammengewischt und in den Fluss gekippt. Wochenlange Arbeit wofür? Nichts? Wasser? Götter? Geht es um Meditation, um Vergänglichkeit oder um Loslassen? Oder eben um das Tun an sich und nicht um das Produkt?

Seither begegnete ich den Mandalas immer und immer wieder. Auch während meiner kunsttherapeutischen Arbeit in einem Suchtkrankenhaus. Ein Patient, der einmal wöchentlich in meine Malgruppe kam, wollte in den ersten Wochen überhaupt nicht kreativ arbeiten. Ich konnte ihn irgendwann zum Ausmalen eines Mandalas motiveren. Seine Augen wurden wacher. Und irgendwann brachte er einen Zirkel mit und fing an, eine eigene Mandala-Vorlage zu kreieren, die er danach ausmalte. Von da an malte er nur noch Mandalas… eines nach dem anderen. Er fand darin Zufriedenheit. Seine therapeutischen Fortschritte wurden schnell sichtbar und seine Ansichten und Haltungen gegenüber seinem Leben veränderten sich ins Positive.

Nach einigen solchen Erlebnissen habe ich begonnen, mich eingehender mit den Mandalas zu beschäftigt und mir ein Wissen über das therapeutische Arbeiten mit ihnen angeeignet. Meine Recherchen, Erkenntnisse und Erfahrungen damit möchte ich mit allen interessierten Lesern dieses Blogs teilen. Viel Spass und willkommen im Kreis der Mandalas.

Ihre Bettina Eberle

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