Kinderwunsch – 4 natürliche Wege zum Babyglück

Bei etwa jedem fünften Pärchen will eine natürliche Befruchtung einfach nicht gelingen. Behandlungen aus der Alternativmedizin unterstützen den Menstruationszyklus, begünstigen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und regulieren den Hormonspiegel, sodass der Kinderwunsch nicht mehr unerfüllt bleiben muss.

Unerfüllten Kinderwunsch natürlich behandeln

Jedes sechste Paar kann keine Kinder kriegen. Unfruchtbarkeit versetzt vor allem Frauen unter psychischen Leidensdruck. Nicht selten werden unangenehme Therapien und Mittel in Kauf genommen, die zu Übergewicht oder Hormonschwankungen führen, um dem Kinderwunsch näher zu kommen. Alternative Behandlungsmethoden können Paare unterstützen, ihren Traum vom Baby auf eine sanfte Art und Weise zu erfüllen. Die ganzheitlichen Methoden spezialisieren sich auf die Ursache der nicht gelingenden Schwangerschaft.

Warum will es einfach nicht klappen?

Wenn während ein bis zwei Jahren trotz regelmässigem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eintritt, wird gemäss Definition der WHO von Sterilität bzw. Unfruchtbarkeit gesprochen. Für einen unerfüllten Kinderwunsch kommen ganz unterschiedliche anatomische oder hormonelle Ursachen infrage. Neben Umwelteinflüssen können Stress oder andere psychische sowie physische Belastungen zur Unfruchtbarkeit führen. Besonders Frauen ab 30 haben Schwierigkeiten, schwanger zu werden, denn bereits ab dem 30. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit. Doch nicht immer muss ein unerfüllter Kinderwunsch am weiblichen Partner liegen. Eine ungünstige Samenqualität beim Mann ist ebenso ein oft festgestellter Grund.

Ursachen auf einen Blick:

  • Zyklusstörungen (unregelmässiger Eisprung)
  • Unbemerkte Genitalinfektionen (z.B. am Eileiter)
  • Gestörte Eierstockfunktion (z.B. durch eine Hormonstörung)
  • Einnistungsstörung (z.B. durch die Erkrankung Endometriose)
  • Schlechte Spermienqualität (z.B. durch eine Hormonstörung beim Mann)
  • Altersbedingte Unfruchtbarkeit

1. Homöopathie: Hoffnung durch Globuli

Die Homöopathie ist eine sanfte Methode und eignet sich für Frauen, die ihrem Kinderwunsch auf natürlichem Wege näherkommen wollen. Die richtigen homöopathischen Heilmittel können den Menstruationszyklus positiv beeinflussen. Durch die regelmässige Periode lassen sich der Eisprung und die fruchtbaren Tage sicherer berechnen. Ein bekanntes homöopathisches Mittel dafür ist Agnus castus. Die Keuschlammfrucht, auch Mönchspeffer genannt, kann die Rhythmusstörungen der Monatsblutung regulieren (und hilft ausserdem bei Regelschmerzen). Auch regulierend wirkt das homöopathische Arzneimittel Hormeel, eine Kombination aus verschiedenen natürlichen Arzneimitteln. Das Mittel steuert den Menstruationszyklus und regt die Eierstöcke an, was sich positiv auf eine Schwangerschaft auswirkt. Zwar ist es nicht immer einfach, auf die individuelle Ursache das passende homöopathische Mittel zu bestimmen, weil ein unerfüllter Kinderwunsch in den meisten Fällen sehr komplex ist. Doch wird den genauen Ursachen erst genau auf den Grund gegangen, kann die Homöopathie eine natürliche Schwangerschaft ermöglichen.

2. Phytotherapie: Die Kräfte der Pflanzen

Die Phytotherapie (auch Pflanzenheilkunde) ist ein wichtiges Standbein der Naturheilkunde und wird auch eingesetzt, um eine Schwangerschaft zu unterstützen. Wer einen zu hohen männlichen Hormonspiegel aufweist, dem können beispielsweise die Pflanzen Goldrute, Pappelblätter, Sonnenhut, Brennnesselwurzel oder Sägepalmextrakt als Tee, Tabletten oder Tinktur helfen. Ist hingegen der Menstruationszyklus gestört, wirkt auch in der Phytotherapie Mönchspfeffer regulierend auf den Organismus. Zur Steigerung der Fruchtbarkeit wird neben Schafgarbe auch Frauenmantel empfohlen. Diese Pflanzen werden in der Regel in der zweiten Hälfte des Zyklus über drei Monate hinweg eingenommen. Beim Frauenmantel gehen Naturheilpraktiker davon aus, dass er gleichzeitig den Eisprung anregt und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut begünstigt. Mittlerweile gibt es auch Teemischungen, die aus all diesen pflanzlichen Bestandteilen bestehen. Rosmarin besitzt zudem eine vergleichbare Wirkung wie Östrogene, den weiblichen Sexualhormonen. Die Beifusspflanze hingegen hilft bei Gebärmutterschmerzen und wirkt entzündungshemmend.

3. Akupunktur: Mit Nadeln unterstützt

Auch eine Behandlung der Traditionellen Chinesischen Medizin kann eine Schwangerschaft fördern. Mit Akupunktur können zum Beispiel Hormonstörungen reguliert werden, sodass die Follikelreifung unterstützt wird und es regelmässig zum Eisprung kommt. Auch wird durch die Akupunktur die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut verbessert, wodurch die Chance der Einnistung des befruchteten Eies, also die Chance einer Schwangerschaft erhöht wird. Die Akupunktur kann auch beim Mann eingesetzt werden, denn sie hilft ebenfalls die Spermienqualität und -beweglichkeit zu verbessern. Schliesslich unterstützt die Traditionelle Chinesische Medizin auch das Immunsystem, fördert den Stressabbau und wirkt präventiv gegen Fehlgeburten - sie schafft also allgemein eine gute Basis für eine Schwangerschaft.

4. Neuraltherapie: Selbstheilungskräfte aktivieren

Ähnlich wie die Akupunktur wirkt auch die Neuraltherapie regulierend auf verschiedene Körperprozesse und kann bei der Frau sowie auch beim Mann eingesetzt werden. Bei der alternativen Behandlung wird ein Lokalanästhetikum, also einem Mittel zur örtlichen Betäubung, bei gestörten Regulationen, sogenannten Störfeldern eingesetzt. So wird die Neuraltherapie zum Beispiel bei Ursachen wie Schilddrüsenunterfunktion aber auch bei Endometriose, Zysten an den Eierstöcken oder Verklebungen an den Eileitern bei der Frau oder zur Verbesserung der Spermienqualität und -quantität beim Mann angewandt. Aber auch Narben, Entzündungen oder Prostata können Ursachen einer Blockade sein, die eine Schwangerschaft verhindert. Mithilfe des Lokalanästhetikums versucht der Therapeut, die störende Wirkung auf den Regulationsmechanismus des Körpers zu unterbrechen und aktiviert so die Selbstheilungskräfte bzw. die Selbstregulation.

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