Klangmeditation im COCON

Meditation, lateinisch meditatio, bedeutet „Nachdenken“, „Ausrichtung zur Mitte“. Sie ist eine Methode zur Entspannung und zur Besinnung auf sich selbst. Im Buddhismus bedeutet Meditation Nachdenken, Betrachtung, Vergegenwärtigung. In der buddhistischen Tradition ist die Meditation bekannt, wo sie eine zentrale Rolle auf dem spirituellen Weg spielt.

Es gibt unendlich viele Definitionen für Meditation. Ich wähle eine, die meiner persönlichen Empfindung am nächsten steht: Die Achtsamkeit dem Hier und Jetzt zu schenken und da zu sein. Das ist für mich sowohl Essenz als auch Ziel. Das Ziel ist es, diese Haltung durch die Übung der Meditation in den Alltag umzusetzen.

Meditation hilft uns, aus der Hektik des Alltags auszusteigen und zur Ruhe zu kommen. Die Wirkung, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar. Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannung reduziert. Durch die achtsame Betrachtung des geistigen Zustandes nehmen wir unsere Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle wahr. In Ruhe und ohne Ablenkung streben wir eine Leere, Stille und das Eins-Sein mit dem Universum an.

Die „Leere“ (Shunyata) ist ein zentraler Begriff im Buddhismus. Diese Leere bedeutet nicht, dass die Dinge nicht existieren. Vielmehr ist es eine geistige Haltung, die uns zum Loslassen führt. Erst in der Leere können wir uns weiter entwickeln.

Wenn du einen Gedanken beendest und bevor du den nächsten Gedanken beginnst, ist da nicht eine kleine Pause, eine Lücke? Gut, dann verlängere sie! Das ist Meditation! (Tibetischer Meister Jamyang Khyentse Rinpoche, 1896-1959)

In der Klangmeditation im COCON werden u.a. Klangschalen, Gong und Monochord eingesetzt. Diese Klänge helfen uns, das Ziel der Meditation zu erreichen – die innere Ruhe und unsere Mitte zu finden. Sie wirken tief und regen die Selbstheilungskräfte an. Sie führen uns in einen Zustand, in welchem wir unsere Gedanken loslassen können. Dadurch wird unser Körper entspannt, unsere Seele ruhig und unser Geist bleibt klar. Sie erleben in den Schwingungen Zeitlosigkeit und Entspannung – eine wohltuende Auszeit für Geist, Körper und Seele.

Klangmeditation lässt sich nur durch eigenes Erleben beschreibbar. Regelmässiger Klangmeditationen reduzieren psychische Belastungen, Stress und Schlafstörungen.

Klangmeditation unterscheidet sich vom Klangbad: Das Klangbad ist wie Wellness, und Genuss - ein Getragen-Sein von Klängen. Es kann sein, dass Sie während dem Prozess einschlafen. Hingegen ist die Klangmeditation ein aktives Mitwirken, das in der Stille individuell geschieht. Sie bleiben geistig wach während dem Prozess.

Zu Beginn der Klangmeditation wird Bewegungs-Meditation (Qigong), Geh-Meditation oder Tanz-Meditation als ergänzendes und erlebendes Element praktiziert. Danach meditieren Sie in Live-Klängen sitzend, liegend oder auch stehend.