Menstruationsschmerzen – Natürliche Mittel gegen Krämpfe

Insbesondere junge Frauen unter 20 Jahren und Frauen vor der Schwangerschaft beeinträchtigen starke Menstruationsschmerzen. Natürliche Mittel helfen dagegen und ein guter Nebeneffekt ist - einige sind noch dazu lecker.

Eine junge Frau wirkt vom Gesichtsausdruck so als hätte sie Schmerzen und hält sich eine gelbe Wärmflasche an den Bauch

Krämpfe, Schmerzen, Unwohlsein: Starke Menstruationsschmerzen setzen etwa 20 Prozent aller Frauen allmonatlich über Tage ausser Gefecht. In der Medizin wird eine schmerzhafte Regelblutung als Dysmenorrhoe bezeichnet, von der vor allem junge Frauen häufig betroffen sind. Nicht immer ist es leicht, die Ursachen der Menstruationsschmerzen zu bestimmen. Doch um in der Zeit der Menstruation aktiv und frei von Schmerzen leben zu können, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an natürlichen Mitteln.

Wie entstehen Menstruationsschmerzen?

Bei starken Regelschmerzen ziehen sich die Muskeln schnell und stark zusammen. Gleichzeitig werden vermehrt Stoffe ausgeschüttet, die starke Krämpfe hervorrufen. Eine der häufigsten Ursachen von Schmerzen während der Menstruation ist die Freisetzung von Prostaglandinen. Das Gewebe der Gebärmutter ist dafür verantwortlich, dass zu viele dieser Botenstoffe produziert werden. Beschwerden wie allgemeines Unwohlsein oder Schmerzen im Unterleib, im Rücken und sogar in den Oberschenkeln können dadurch entstehen.

Menstruationsschmerzen – ein weit verbreitetes Phänomen

Ungefähr drei von vier Mädchen und Frauen leiden während der Menstruation an starken Schmerzen. Teilweise sind die Menstruationsbeschwerden dabei so stark, dass die Betroffenen mehrere Tage im Monat nicht dazu in der Lage sind, alltägliche Aktivitäten zu erledigen oder sogar Ihre Arbeit unterbrechen müssen. Das deutsche Ärzteblatt berichtet, dass es demzufolge allein in den USA jährlich zu einem Ausfall von etwa 600 Millionen Arbeitsstunden kommt und somit Umsatzverluste von rund zwei Milliarden US-Dollar entstehen.

Natürliche Schmerzen oder versteckte Krankheiten?

Insbesondere junge Frauen unter 20 Jahren und Frauen vor der Schwangerschaft beeinträchtigen starke Menstruationsschmerzen, die zwischen ein paar Stunden bis zu einer Woche lang andauern können. Nicht selten, steckt das Prämenstruelle Syndrom (PMS) als Ursache hinter den Beschwerden. Symptome wie Menstruationsschmerzen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Überempfindlichkeit oder sogar Depressionen, können bei dieser Erkrankung bereits vor dem Beginn der starken Regelblutung den weiblichen Körper belasten.

Besonders starke Scherzen und körperliche Einschränkungen während der Menstruation können ebenso auf die Erkrankung Endometriose hinweisen. Oft bleibt diese chronische Erkrankung über Jahre hinweg unerkannt. Denn die Symptome einer Endometriose ähneln den natürlichen Beschwerden während der Periode, auch wenn diese häufig in einem viel grösseren Ausmass zu spüren sind. Typische Beschwerden sind zum Beispiel: Schmerzen während der Menstruation, wiederkehrende Unterbauchschmerzen, starke Regelblutung und Zwischenblutungen, Verdauungsprobleme, Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs oder bei gynäkologischen Untersuchungen. Nur ein Arzt kann feststellen, ob blutgefüllte Zysten oder verklebte Eileiter Gründe für die Symptome sind. Wird die Krankheit erkannt, können die Symptome mittlerweile schon sehr gut behandelt werden.

1. Mittel aus der Ayurveda-Medizin: Gewürze gegen Regelschmerzen

Den zimtigen Geschmack am Gaumen geniessen wir am liebsten in der Weihnachtszeit. Doch Zimt ist nicht nur eine Köstlichkeit, die wir in Plätzchen kennen. Indische Gelehrte schworen bereits vor Jahrtausenden auf Zimt als ein natürliches Heilmittel gegen Menstruationsschmerzen. In der Heilkunst Ayurveda wird Zimt vor allem bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Doch auch starken Regelschmerzen kann dieses leckere Gewürz aus Fernost ein Ende setzen. Sein hoher Mangangehalt reduziert das Prämenstruelle Syndrom, hat positive Auswirkungen auf die Gebärmutter und hilft dabei, starke Blutungen zu reduzieren. Ob im Tee oder in einer heissen Schokolade: Ein Gramm Zimt genügt, um Krämpfe während der Menstruation zu bekämpfen und Getränke geschmacklich aufzuwerten.

Kümmel regt das Verdauungsfeuer an, reguliert Blähungen, stärkt das Herz und wirkt während der Regelblutung krampflösend. Das Gewürz reduziert ebenso Beschwerden wie Schwellungen, die in den Tagen kurz vor der Regelblutung vermehrt auftreten können. Kümmel kann als Pulver mit Honig und warmem Wasser eingenommen werden.

Dillsamen haben sich mittlerweile auch in der europäischen Naturheilkunde einen Namen gemacht, da sie Menstruationsbeschwerden wie Krämpfe oder Bauchschmerzen gut lindern können. Ob als Tee, Badezusatz oder Pulver: Dillsamen können unterschiedlich angewendet werden, um beruhigende Wirkungen zu entfalten.

Muskatnuss kann in ganz kleinen Dosen (ca. eine Messerspitze) bei starken Blutungen eingesetzt werden, da das Gewürz leicht zusammenziehend wirkt. Es ist ebenfalls leicht schmerzlindernd und am Abend in einer Milch hilfreich bei Schlafproblemen.


Info: Grundsätzlich ist wichtig, dass darauf geachtet wird, welche Art von Regelstörung vorliegt. Sind sehr starke Schmerzen vorhanden aber wenig Blutung, sollte auf Muskatnuss verzichtet und dafür eher Dillsamen und Kümmel verwendet werden.


2. Für gute Laune und gegen Schmerzen: Zartbitter-Schokolade

Von wegen Schokolade ist ungesund. Zugegeben, der hohe Anteil an Zucker, ist nicht unbedingt ideal für unsere Zähne. Doch Frau leidet während der Regelblutung schon genug. Schokolade muss also während dieser Woche kein Tabu sein, sondern kann sogar den Schmerz im Unterleib während der Menstruation lindern. Als wertvolle Magnesiumquelle ist vor allem dunkle Schokolade hilfreich gegen Krämpfe und versorgt den Körper mit Energie und folglich mit guter Laune. Besonders starke Regelblutungen können durch einen Magnesiummangel entstehen. Ausserdem ist das Mineral wichtig, um weibliche Hormone wie Progesteron und Östrogen in Balance zu halten. Viel Magnesium finden Sie auch in rohem Kakao, Nüssen, Avocados, Wassermelonen oder Haferflocken.

3. Während der Menstruation besonders wichtig: Kalzium und Eisen

Kalzium und Eisen gehören auf jeden Fall in den Speiseplan, ob Sie Ihre Periode haben oder nicht. Während der Menstruation ist allerdings besonders wichtig, den Körper mit ausreichend Kalzium und Eisen zu versorgen. Vor allem Frauen, die an einer besonders starken Regelblutung leiden, verlieren während der Menstruation viel Eisen. Als wichtiges Spurenelement wird Eisen unter anderem für die Aufnahme und für den Transport von Sauerstoff benötigt. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Luftknappheit, allgemeine Schwäche oder Konzentrationsstörungen sind typische Folgen einer Eisenknappheit im Körper. Wenn Sie Ihren Haushalt während der Menstruation mit Eisen auffüllen möchten, können Sie beispielsweise grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne, Eigelb, Leber oder Rote Beete mit in den Speiseplan integrieren.

Auch Kalzium kann ein hilfreicher Begleiter während der Periode sein. Ob Milch, Joghurt, Brokkoli, Sesamkörner, grünes Blattgemüse, Mandeln oder Sojamilch: Kalziumquellen gibt es zahlreiche, sodass jeder Geschmack auf seine Kosten kommt. Das Mineral wirkt krampflösend bei Menstruationsschmerzen und kann Muskeln auch mit einer starken Regelblutung wieder entspannen. In Verbindung mit Vitamin D kann die Kalziumaufnahme im Darm gesteigert und die Ausscheidung über die Niere verringert werden. Vitamin D finden Sie zum Beispiel in Fisch, Orangensaft, Sojamilch, Getreide, Käse oder Eigelb. Eine italienische Studie, die im wissenschaftlichen Journal „The Archives of Internal Medicine“ publiziert wurde, stellte krampflösende Wirkungen während der Menstruation zudem

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