Mit TCM gesund durch die kalte Jahreszeit

In der kalten Jahreszeit kämpfen wir besonders häufig mit Grippesymptomen. Bleiben Sie gesund und stärken Sie Ihr Immunsystem mit den Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Mit Traditioneller Chinesischer Medizin gesund bleiben

Der Herbst ist die Zeit des Überganges. Der Übergang vom blühenden, belebten, warmen Sommer hin zum ruhigeren, kühlen Winter. Wie man in der Natur sehr gut sehen kann, passen sich die Pflanzen den kälteren Bedingungen an. Sie sammeln ihre Energie im Inneren, nehmen sich grössere Ruhepausen und schützen sich so vor den frostigen Attacken des Winters, um im Frühjahr erneut mit ihrer ganzen Kraft zu erblühen. Machen Sie es den Pflanzen gleich und sammeln Sie über die kalte Jahreszeit mithilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Energien, um Erkältungen vorzubeugen, das Immunsystem zu stärken und die Tücken des Winters gesund und ausgeglichen zu überstehen.

Ernährung: Yang stärken in der kalten Jahreszeit

In der TCM sehen wir den Wandel der Jahreszeiten auch im Wandel vom Yang (Sommer) zum Yin (Winter). Das Yang steht für das Lebendige, Warme und Helle. Das Yin dagegen für Ruhe, Dunkelheit und Kühle. Viele Menschen leiden im Herbst und Winter vermehrt unter Rückenschmerzen, Rheuma oder Atemwegserkrankungen. Das kalte, feuchte Yin dringt in den Körper ein und kann Schmerzen, Schweregefühl und asthmatische Veränderungen hervorrufen. Umso wichtiger ist es, in dieser Jahreszeit das Yang zu stärken. Im Alltag reichen dafür schon kleine Veränderungen der Ernährung:

Tipp 1: Essen Sie vermehrt warme Mahlzeiten, um Ihren Körper im Innern zu wärmen.

Tipp 2: Meiden Sie zu viel Rohkost, Brot oder Kuhmilchprodukte, da diese die Kälte und Feuchtigkeit im Körper fördern.

Tipp 3: Trinken Sie täglich einen Tee mit frischem Ingwer. Der stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern belebt ebenso den Geist.

Tipp 4: Essen Sie statt Salat eher eine Suppe. Die wärmt von innen und verdrängt die Feuchtigkeit aus dem Körper.

Moxibustion und Akupunktur:  

Falls Sie jedes Jahr aufs Neue mit einer Grippe, Erkältungen, Blasenschwäche oder Nierenbeschwerden kämpfen, können verschiedene Methoden der TCM eine grosse Unterstützung bieten. Die Akupunktur stärkt Ihr Immunsystem und eliminiert eingedrungene krankmachende Faktoren wie Kälte oder Feuchtigkeit. Mithilfe von feinen Nadeln, die an ganz bestimmten Punkten der Haut einen Reiz ausüben, werden unsere Energien wieder gestärkt oder in die richtigen Bahnen gelenkt.

Die Moxibustion ist eine Wärmetherapie. Der Therapeut wählt ähnliche Punkte auf sogenannten Meridianen (Energieleitbahnen) für die Behandlung aus wie bei der Akupunktur. Neben Nadeln können bei der Moxibustion kleine Ingwerscheiben auf die Akupunkturpunkte der Haut gelegt und mit kleinen Kegeln, meist bestehend aus getrockneten Beifusskraut, angezündet werden. Die Wärme der Kegel entfaltet eine angenehme Wirkung auf den Körper. Eine zweite Form der Moxa-Therapie ist die Erwärmung der Haut durch sogenannte Moxa-Zigarren. Die etwa 20 Zentimeter langen Stangen bestehen meist aus geriebenem Beifusskraut und sind umhüllt von Papier, das vor der Therapie entzündet wird. Der wärmende Rauch wird anschliessend an die Akupunkturpunkte gehalten. Diese lokale Wärmezufuhr fördert die Durchblutung, entspannt die Muskeln und regt den Stoffwechsel an, um das Immunsystem zu stärken. Laut TCM soll die Behandlung mit Moxa-Kraut vor allem bei Wind-, Kälte- und Nässeempfindlichkeit helfen.

Chinesische Kräuterrezepturen: Abwehrkräfte unterstützen

Winterzeit ist Grippezeit: Durch die kalten Temperaturen im Winter breiten sich Viren schneller aus und die Krankheitserreger können somit oft ungehindert angreifen. Dazu kommt, dass sich der Körper im Winter sehr viel schlechter gegen Erreger zur Wehr setzen kann, da das Immunsystem bei Kälte geschwächt ist. Mithilfe verschiedener Kräuterrezepturen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin kann Ihr Körper die Abwehr gegen die Kälte besser unterstützen. Die chinesische Kräutertherapie wird oft präventiv angewendet, zum Beispiel zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen oder zur Stärkung des Immunsystems. Meist kombiniert der Therapeut ein Medikament aus zwei bis 15 verschiedenen Kräutern und passt ein Rezept individuell auf die jeweilige Beschwerde oder das Bedürfnis an. Besonders häufig werden nicht behandelte, natürliche Kräuter bei der Kräutertherapie verwendet. Sie bestehen aus Wurzeln, Blütenblätter oder mineralischen Bestandteilen. Eine Kräuterrezeptur kann in Form von Granulat, das in heisses Wasser zu einem Tee aufgegossen wird, eingenommen werden.

Tuina-Massage: Den Körper sanft entlasten

Die kurzen Tage im Winter können unserem Gemüt ziemlich zu schaffen machen: Mehr Schlafhormone werden produziert, es fehlt an ausreichend Lichtzufuhr und nasses, kaltes Wetter hält davon ab, draussen aktiv zu sein. Zudem haben wir öfter das Gefühl eine Erkältung zu entwickeln oder die Nase tropft bereits. Was dem Körper bei diesen Gegebenheiten gut tut ist Entspannung. Die Tuina-Massage ist eine wohltuende Behandlung, die Verspannungen löst und das Qi, die Lebenskraft, wieder ungehindert fliessen lässt. Im Gegensatz zur Akupunktur setzt der Therapeut keine Reize mithilfe von Nadeln, sondern durch unterschiedliche Grifftechniken. Der TCM-Therapeut erstellt vor jeder Behandlung ein individuelles Konzept, durch das eine spezifische Auswahl an Techniken sowie Akupunkturpunkten getroffen wird, um Beschwerden effektiv zu lindern. Ist beispielsweise ein krankmachender Faktor wie Wind oder Kälte der Grund für die Erkrankung, wird der Versuch unternommen die Kälte auszuleiten und den Körper zu erwärmen. Handtechniken wie Reiben oder Kneten können dabei zum Einsatz kommen.

Strotzen Sie den kalten Tagen und holen Sie mithilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin frischen Schwung, um im Frühjahr wieder wie die Pflanzen mit vollem Glanz zu erblühen.

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