Eine Frau leidet nach Schleumatrauma

Der Kopf schmerzt, die Welt dreht sich und der Nacken fühlt sich an, als wäre er aus Granit. Auf der Suche nach Linderung reiht sich Arztbesuch an Arztbesuch, Hoffnung an Enttäuschung und Fehldiagnose an steigende Kosten – nur die Antworten, die bleiben aus.

Schleudertrauma-Patienten ohne entsprechende Diagnose sind nach wiederholten Konsultationen meist der Verzweiflung nahe. Viele fühlen sich von den Spezialisten und vom Umfeld nicht ernst genommen und beginnen nach einer Weile am eigenen Geisteszustand zu zweifeln.

Mit Hypochondrie oder Einbildung hat ein Schleudertrauma aber definitiv nichts zu tun. Die Beschwerden sind real und können den Alltag zur Qual machen.

Zu den erwähnten Schmerzen im Kopf- und Nackenbereich kommen teilweise Schwindelgefühle, Seh- und Schlafstörungen oder Schluckbeschwerden hinzu. Manche Betroffene klagen auch über Ohrgeräusche, Benommenheit, Schwächezustände und depressive Verstimmungen. Dies alles können Zeichen einer Störung im vegetativen Nervensystem sein.

Kommen dir diese Symptome bekannt vor? Dann schnapp dir einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier und beantworte die folgenden Fragen:

Was habe ich für Beschwerden?

Habe ich einen Unfall (Auto, Sport, Sturz, etc) vor dem Auftreten der ersten Symptome erlitten? (Dazu kann selbst ein kleiner Sturz in der Badewanne gezählt werden)

Vergleiche deine Antworten mit den oben genannten Symptomen. Falls mehrere davon auf dich zutreffen und du die zweite Frage mit ja beantwortet hast, ist es gut möglich, dass du unter einem Schleudertrauma (med. HWS-Distorsion) leidest.

Das ist allerdings kein Grund zur Panik. Es existieren viele Möglichkeiten, um eine Distorsion der Halswirbelsäule zu therapieren – und mit etwas Geduld kannst auch du deine Beschwerden in den Griff kriegen und dein Leben wieder in vollen Zügen geniessen.

 

Hierzu einige Tipps:

  1. Lass dich so schnell wie möglich von einem Arzt untersuchen. Auch wenn in Röntgen- oder MRI-Bilder keine strukturellen Schäden sichtbar sind, kann eine Wirbelfehlstellungen die Beschwerden verursachen.

  2. Lass dich beraten und such dir eine sanfte und behutsame Behandlungsmethode aus. Lass dir Zeit dafür! Wenn dir eine Therapie nicht gut tut, ist diese Methode vielleicht nicht für dich geeignet.

  3. Achte auf die Signale deines Körpers, folge seinem Rhythmus und seinen Bedürfnissen.

  4. Bewegung hilft und sollte nach und nach wieder in den Alltag integriert werden. Aber auch hier gilt: finde heraus, was dir gut tut und baue dies langsam aus.

  5. Erlerne eine Entspannungstechnik deiner Wahl, um Nackenverspannungen besser lösen zu können.

  6. Sei geduldig mit dir selber, denn der Weg zur Genesung kann lang und holprig sein.

  7. Wenn du einen guten Tag erlebst, markiere ihn und nutze ihn als Motivation für anstrengendere Etappen.

 

In jedem Fall gilt: Sind nach einem Unfall Beschwerden im Nacken- oder Kopfbereich zu spüren, bitte sofort zum Arzt. Je früher eine HWS-Distorsion behandelt wird, desto schneller ist die Genesung!

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