Vegane Ernährung in aller Munde

Mit einer veganen Ernährung treffen viele den Nerv der Zeit. Täglich entscheiden sich immer mehr Menschen, auf tierische Produkte zu verzichten. Laufend werden neue vegane "Lädeli" oder Restaurants eröffnet, um dem aktuellen Trend Rechnung zu tragen. Auch Kantinen bieten schon regelmässig vegane Menüs an.

Ein veganes Gericht in einer braunen Schüssel, von oben betrachtet

In der Schweiz verzichten heute rund 80’000 Menschen auf sämtliche tierische Produkte, vor zehn Jahren waren es noch 20’000. Immer mehr werden wir mit dieser aktuellen Ernährungsweise im Beratungsalltag konfrontiert.

Wirklich nur ein Trend?

Geht man davon aus, dass fast 100‘000 Schweizer freiwillig auf sämtliche tierische Erzeugnisse verzichten, könnte diese Ernährungsweise schon richtungsweisend sein und vielleicht etwas länger anhalten als andere Foodtrends, die aktuell auf dem Markt sind oder waren. Veganer essen kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte. Ausserdem kaufen Sie keinen Honig, kein Leder, keine Wolle, keine Daunen und keine Seide. Was vor einigen Jahren noch als extrem angesehen wurde, gilt heute als chic und ist längst gesellschaftsfähig geworden.

 

Veganes Essen = automatisch gesund?

Wer vegan lebt, dem wird oft automatisch ein gesunder Lebensstil attestiert. Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass Vegetarier und insbesondere Veganer seltener an Übergewicht, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten leiden. Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Krebs und Diabetes treten daher deutlich seltener auf. Neben der gezielten Nahrungsauswahl, liegt dies auch an der insgesamt gesünderen Lebensweise. Vegetarier trinken im Durchschnitt weniger Alkohol, rauchen seltener, bewegen sich regelmässiger und konsumieren nur selten Genussmittel oder Drogen.

Doch aufgepasst: Durch den völligen Verzicht auf tierische Lebensmittel kann sich bei ungünstiger Lebensmittelauswahl ein Mangel einstellen. Neben Säuglingen und Kleinkindern sind auch Schwangere und stillende Mütter sowie Senioren gefährdet. Sie könnten leicht einen Mangel an den Vitaminen B2, B12 und D entwickeln. Auch Eisen, Calcium, Jod und Zink sind kritische Nährstoffe bei einer veganen Ernährungsweise. Wird die Nahrung nicht sehr bewusst zusammengestellt, kann es zudem zu einer Unterversorgung von lebensnotwendigen Proteinen kommen. Wie bei einer normalen ausgewogenen Mischkost, ist auch bei einer veganen Ernährung auf eine ausgewogene Energiebilanz zu achten, um Übergewicht und das Metabolische Syndrom vorzubeugen. Möchten Sie sich zum Thema vegane Ernährung weiter informieren, so finden Sie Informationen beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit.

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