Von der Verspannung zur Entspannung

Unser Alltag ist unglaublich schnell und vielseitig, manchmal aufregend und spannend, die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Das verleitet uns täglich zu viel Aktivität oder ergibt gar Stress. Der führt zu Verspannung, innerer Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit usw. Doch wie geschieht das eigentlich?

Entspannte Frau bei der Massage wegen einer Verspannung

Wer kennt sie nicht, diese miesen Nackenschmerzen, die den Tag im Büro zum Albtraum werden lassen? Wieso leiden heute so viele Menschen an ständigen Verspannungen?

Vor allem unsere Sinne Sehen, Hören, Riechen, Schmecken sind ständig aktiviert, wir sind in unserem Alltag sehr vielen Reizen ausgesetzt. Diese Reize leiten unwillkürlich Informationen über das Nervensystem an unser Hirn weiter, die werden dort verarbeitet.

Das bedeutet, wenn wir morgens aus dem Haus gehen, haben wir schon sehr viele Informationen, die verarbeitet werden: Werbetafeln, die unbewusst gelesen werden, Verkehrslärm, SMS schreiben, Musik dazu hören, noch schnell Kaffee und Gipfel kaufen und während dem News lesen konsumieren… im Job angekommen, alle Mails checken, das erste Meeting, vorher noch diverse Telefonate erledigen…

Eine evolutionär bedingte Reaktion

Aus evolutionären Gründen checkt unser „Nervensystem“ ständig, ob eine Bedrohung vorliegt und eine angemessene Reaktion nötig wäre, der sogenannte Flucht- oder Kampfmodus. Automatisch werden im Körper Hormone ausgeschüttet, welche uns die Möglichkeit zur Reaktion ermöglichen: leichte Anspannung der Muskulatur.

Alles prima soweit, doch weil unser Alltag wenig Pausen und Erholung zulässt und wir ständig reagieren, erfahren wir mehr Spannung als Entspannung. Wenn wir diese nicht bewusst wahrnehmen und den ganzen Tag darin verharren, spüren wir früher oder später Muskelschmerzen, meist im Nacken Schulterbereich, denn aus diesem Körperteil würden wir uns wehren, wenn der Flucht- oder Kampfmodus gebraucht würde. So fällt mir beim Behandeln meiner Klienten sehr oft auf, dass schon das Loslassen des Kopfes bei Rückenlage nicht funktioniert. Viele Menschen nehmen ihre Spannung gar nicht mehr wahr, weil sie ständig in diesem Körpergefühl leben. Loslassen der einzelnen Körperteile und vor allem Kopf, Schulter und Kiefer werden zur Herausforderung.

Es braucht Übung, Konzentration und gute Wahrnehmung, um in Entspannung zu kommen. Wie liegst Du abends im Bett? Kannst Du deinen Kopf vollständig loslassen?

 

Über Achtsamkeit zur Entspannung

Einen achtsamen Bezug zum Körper pflegen zu können, das sind Voraussetzungen für Entspannung. Die Kraft kommt nicht aus der Anspannung sondern aus der Entspannung, das verwechseln wir heute, ein Grund, wieso sich viele müde fühlen. Es lohnt sich, den Alltag genauer anzusehen, und vor allem ein neues Bewusstsein für seinen Körper zu entwickeln. Das unterstützt Polarity als ganzheitliche Therapieform mit Gespräch und Analyse, mit Körperarbeit und Verhaltens- oder Wahrnehmungsschulung, Entspannungstechniken sowie Yoga.

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