Warum wir uns selber ernst nehmen sollten.

Du stehst vor einer Entscheidung und weisst nicht weiter. Dein Verstand läuft auf Hochtouren und überflutet dich mit Gedanken. Dein Herz hat sich verkrochen und ist nicht mehr spürbar. Dein Bauch rumort und innere Unruhe und Frustration machen sich breit. Du bist in einer Situation blockiert, es läuft nicht wie gewünscht, du strengst dich an, machst mehr als nötig, doch der Erfolg und die Freude bleiben auf der Strecke. Mache es allen recht – nur dir selber nicht. In schwierigen Situationen fragen wir häufig andere Leute um Rat, statt auf uns selber zu hören, und lassen uns leicht von fremden Überzeugungen und Werten beeinflussen. Wir entscheiden uns für eine Lösung, welche für den Arbeitgeber gut ist, dem Partner passt oder für die Kinder das Beste ist. Wir machen es den Anderen recht, nur uns selber nicht. Warum wir uns ernst nehmen sollten Wenn wir uns über längere Zeit nicht ernst nehmen und unsere Bedürfnisse vernachlässigen, leben wir nicht unser Leben, sondern das Leben der Anderen. Wir spüren eine latente Unzufriedenheit und eine innere Spannung, die sich irgendwann mit körperlichen Symptomen, Energielosigkeit oder Überforderung entlädt. Sich ernst nehmen bedeutet auf das eigene Herz zu hören und sich seiner eigenen Ressourcen bewusst zu werden. Das Herz führt uns in die Klarheit und aus dem gedanklichen Chaos heraus. Die folgenden Gedanken helfen uns dabei: Ich tue genug •Ich tue genug für meinen Chef, meine Kollegen, meinen Partner. •Ich bin es wert, auch genug für mich selber zu tun. •Ich muss mich nicht noch mehr anstrengen, gut ist perfekt genug. Ich habe genug •Ich habe genug inneres Wissen, um die richtigen Entscheide zu treffen. •Ich habe genug Talent und Know-how und bin kompetent. •Ich habe genug und brauche mich nicht mit anderen zu vergleichen. Ich bin genug •Ich bin OK wie ich bin. •Ich bin es wert, meine Werte zu leben und meinen Bedürfnissen Raum zu geben. •Ich vertraue mir selber und bin überzeugt, dass ich „es“ schaffe. Wie geht dieses „Auf-sich-selber-hören“? Der erste Schritt ist, den Fokus nach Innen zu richten. Gönne dir mindestens einmal täglich einen kurzen Moment der Ruhe ganz für dich. Mache dabei tiefe Atemzüge, lasse bei jedem Ausatmen mehr los. Deine Körperempfindungen zeigen wie ein innerer Kompass, was für dich stimmig ist. Was nimmst du im Körper wahr? Irgendwo ein angenehmes Kribbeln, eine wohlige Wärme? Spürst du einen unangenehmen Knoten, ein Zusammenziehen, eine Anspannung? Eine kinesiologische Übung Diese Übung ist dazu gedacht, den Fokus nach Innen zu richten, im Körper „geerdet“ und entspannt zu sein und das Herz zu öffnen. Sie fördert die Gesundheit, denn sie vermindert die Stressreaktion (Rückzug oder Erstarren) und die Ausschüttung von Stresshormonen, damit wir zu einem entspannten Gleichgewicht des Herzens zurückkehren können. Ein weiteres Ziel der Übung ist Stabilität auf dem Boden und Flexibilität in der Bewegung. Anleitung Füsse etwas mehr als schulterbreit auseinander stellen, Knie locker, Bauch fest, Hände in die Taille gestützt; der linke Fuss wird nach links abgedreht, während der Oberkörper in Position bleibt. Beim Ausatmen wird das linke Knie in Richtung Fuss gebeugt, die Fusssohlen bleiben ganzflächig auf dem Boden. Längung in der rechten Hüfte spürbar. Hochkommen beim Einatmen. Oberkörper und Hüfte sollen gerade bleiben und nach vorne ausgerichtet sein, während der Kopf, das gebeugte Knie und der Fuss des gebeugten Beins zur Seite zeigen. 3-5 Wiederholungen und dann zur anderen Seite wechseln. Ich freue mich über dein Feedback. Bild: pixabay, privat
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