Morbus Scheuermann und Skoliose - Ursprung im Jugendalter.

Schon jeder zweite 11- bis 17-Jährige hat Rückenschmerzen. Die Zahl der Schüler, die sich beim Arzt über Rückenschmerzen beklagen nimmt zu, wie der europaweit grösste Kinderstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts, zu entnehmen ist. 

Die häufigste Veränderung der Wirbelsäule bei Jugendlichen ist die Scheuermann-Krankheit. Bei der Verknöcherungsstörung krümmt sich die Wirbelsäule nach vorne, es entsteht ein runder Rücken. Die Krankheit tritt typischerweise zwischen 8 und 14 Jahren auf. Neben Morbus Scheuermann leiden viele auch oft an einer Skoliose, dh. eine in der Laengsachse verkruemmte und rotierte Wirbelsaeule. 

Diese Deformationen sind bleibend, sind jedoch in jüngeren Jahren oft nicht schmerzhaft. 

Daraus resultieren jedoch mit der Zeit muskuläre Dysbalancen und es kann zu arthrotischen Veränderungen am Haltungsapparat kommen. Muskuläre Verspannungen mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge. 

Die medizinische Massage wird bei Beschwerden am Bewegungs- und Haltungsapparat eingesetzt – präventiv oder therapeutisch. Dabei wirkt die Behandlung schmerzlindernd, durchblutungssteigernd und entspannend. Somit kann sich die Muskulatur detonisieren, der Stoffwechsel wird angekurpelt, die Gewebetrophik verbessert sich, Verklebungen werden gelöst und die Beweglichkeit gefördert. Das Nervensystem beruhigt sich, was einen gesundheitsfördernden Einfluss auf Atmung, Kreislauf und Verdauung hat. 

Wichtig ist auch der Beitrag der Betroffenen selber: Kräftigung der Muskultur, Muskeldehnung, gute Körperhaltung, Ausdauertraining, tiefe Atmung, Entspannung und gesunde Ernährung sind weitere wichtige gesundheitsfördernde Massnahmen.