Sauerkraut ist in der modernen Zeit ein selten verzerrtes Lebensmittel geworden. Leider. Sauerkraut entsteht durch Fermentation von Weisskohl mit Hilfe von Milchsäurebakterien. Diese Milchsäurebakterien befinden sich bereits auf dem Kohl und beginnen dann, wenn die Bedingungen es erlauben (warme Temperaturen, Sauerstoffabschluss, flüssiges Milieu) mit der Verarbeitung von Kohl zu Sauerkraut. Sauerkraut entsteht, wenn im Laufe des Gärungsprozesses die Mikroorganismen den Zucker des frischen Kohls verarbeiten. Sie verdauen ausserdem die Zellulose und machen den Kohl auf diese Weise leichter verdaulich als er in seiner ursprünglichen Form war. Die Bakterien vermehren sich während des Prozesses massenhaft und somit wird das Sauerkraut zu einem optimalen probiotischen Lebensmittel. Und das in einer natürlichen Form.
Nach einer Antibiotika-Therapie kann Sauerkraut helfen, die geschädigte Darmflora wieder aufzubauen. Bei Verdauungsbeschwerden im allgemeinen wirkt Sauerkraut oft Wunder. Um von der positiven Wirkung des Sauerkrauts zu profitieren muss es aber zwingend roh und unpasteurisiert sein und darf nicht oder nur leicht erwärmt werden. In dieser Form stärkt es Verdauung, Immunsystem und macht uns besonders im Winter widerstandsfähig. Wenn das Sauerkraut nicht selber hergestellt wird, kann es in den meisten Bioläden roh und unpasteurisiert gekauft werden.
Mein Tipp: Mit etwas Leinöl schmeckt es besonders als Salat oder Beilage sehr lecker.
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