MSc. Manuela Shirin Knapp - Psychotherapie in Zürich

Ob Trauma, Angststörung oder Depressionen – die diplomierte Psychotherapeutin Manuela S. Knapp arbeitet mit den vielfältigsten Beschwerden und mit Menschen aller Altersgruppen vertrauensvoll zusammen. Coachfrog hat mit der Therapeutin mit langjähriger Erfahrung gesprochen und mehr über Frau Knapps professioneller Arbeit in Zürich erfahren.

1. Frau Knapp, worauf haben Sie sich als eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin spezialisiert?

In meiner Therapie beschränke ich mich nicht nur auf einzelne Störungsbilder, sondern arbeite gerne in einer abwechslungsreichen Atmosphäre. Dabei habe ich mich auf die Behandlung von klinisch - psychologischen Störungsbildern spezialisiert. Insbesondere Burnout und anderen Problemen am Arbeitsplatz wie zum Beispiel Mobbing. Aber auch suizidale Krisen oder Depressionen und Angststörungen, Zwangsproblematiken, Sucht, existentielle menschliche Krisen, Liebeskummer, Paarprobleme, soziale Ängste, Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen. Kurzum: Beschwerden, die für betroffene Menschen oft mit viel Leid und Hindernissen im Leben verbunden sind.

Eine meiner weiteren Spezialisierungen ist die Traumatherapie. Ich unterstütze meine Klienten bei traumatischen Erfahrungen wie zum Beispiel sexuellem Missbrauch in der Kindheit und Jugend oder psychischer Vernachlässigung als Kind und Jugendlicher sowie körperlicher Misshandlung. Betroffene, mit denen ich arbeite, sind heute oft schon erwachsenen. Es gibt auch Ereignisse, welche weniger als Traumata bekannt sind, aber auf Menschen traumatisierend wirken können. Zum Beispiel Flucht unter lebensbedrohlichen Umständen, Entwurzelung, schwere Verkehrsunfälle oder Todesfälle in der Familie und im Freundeskreis. Dazu gehört insbesondere auch der Verlust eines Kindes oder das Erfahren einer ernsten körperlichen Diagnose, bei welcher die Betroffenen psychologische Unterstützung brauchen.

Neben Erwachsenen arbeite ich auch gerne mit Kindern und Jugendlichen. In diesem Alter lassen sich in einer ambulanten Therapie Beschwerden wie Essstörungen, Ängste verschiedener Ursachen, Schulangst, soziale Phobien, Prüfungsängste oder Lebenskrisen gut behandeln.

Als Paar- und Familientherapeutin arbeite ich mit Familien und Paaren, welche sich in Schwierigkeiten befinden und psychologische Hilfe suchen. Sei es, dass sie Trennungsabsichten haben oder weil grosse Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des Paares oder der Familie bestehen.

Nicht zuletzt unterstütze ich Migranten, die sich in der Schweiz nicht richtig integriert fühlen.

2. Wem raten Sie zu einer Psychotherapie?

Ich rate Menschen zur Psychotherapie die spüren, dass sie ein Problem „plagt“, welches sie mit einer Fachperson besprechen möchten. Sie sollen genug Vertrauen aufbauen können ihre Probleme mit einer ausgebildeten, aber erst fremden Person, zu teilen. Dies erwähne ich deshalb, weil sich das gegenseitige Vertrauen erst mit der Zeit in der therapeutischen Arbeit einstellt und selten gleich in der ersten Stunde.

Besonders diejenigen Personen, die starke Gefühlsschwankungen über den Tag haben oder seit längerer Zeit sehr bedrückt sind und wenig Sinn in ihren Tätigkeiten sehen oder keinen Antrieb mehr haben etwas Neues anzupacken und nicht so genau wissen, weshalb das so ist, sollten sich fachliche Unterstützung suchen.

Es gibt auch Menschen, die in ihrer Sucht „zu ersticken“ drohen und mit niemandem mehr richtig darüber zu sprechen wagen - dann rate ich ebenfalls dazu sich fachliche Unterstützung zu suchen.

Wenn jemand Stimmen hört oder schwere Albträume hat oder in einer Trauerkrise ist, sollte er ebenfalls über psychotherapeutische Massnahmen nachdenken.

Man muss zusätzlich unterscheiden, ob es notfallmässig Gespräche mit einer Psychologin braucht, welche noch nicht eine Psychotherapie im engeren Sinne bedeuten, obwohl sie auch heilend und problemlösend wirken können oder ob tatsächlich eine Psychotherapie notwendig ist. Das ist nicht ganz dasselbe, da eine Psychotherapie länger dauert und höhere Anforderungen an den Klienten stellt als zum Beispiel psychologische Gespräche.

Eine Psychotherapie setzt voraus, diese über einen gewissen Zeitraum, (zum Beispiel ein Jahr lang) regelmässig zu besuchen. Was nun genau indiziert und gewünscht ist, kann zusammen mit der Therapeutin im Erstgespräch festgelegt werden und hängt vom Schweregrad der Störung und vom Leidensdruck des Betroffenen ab.

Da ich mit einem Psychiater zusammen arbeite, behandle ich Personen die möglicherweise Psychopharmaka zur Behandlung ihrer psychischen Störung benötigen oder dem Thema nicht ganz abgeneigt sind. Um zum Beispiel ihre Depression zu behandeln, aber doch mehrheitlich mit einer Psychologin zusammenarbeiten möchten. Dies, da der Psychiater zwar im Team arbeitet, jedoch im Hintergrund bleibt, aber beratend zur Hilfe steht, wenn es um Medikamente geht.

3. Kann jemand, der sich nicht sicher ist, eine Psychotherapie bei Ihnen zunächst austesten?

Eine Psychotherapie oder eine klinische Psychologin ist nicht grundsätzlich eine Wissenschaft oder eine Person zum „testen“, sondern es gibt sehr klare Indikationen, welche eine Psychotherapie zur Heilung einer bestimmten Symptomatik verlangen. In der Regel weiss auch der Hausarzt darüber Bescheid. Es ist ein Wissen, welches grundsätzlich personenunabhängig ist.

Trotzdem sollte für den Klienten, die gegenübersitzende Therapeutin grundsätzlich Vertrauen erwecken, sodass eine Zusammenarbeit möglich ist. Das ist nicht bei jedem Menschen und jeder Konstellation gleich gut möglich. Deshalb ist es sinnvoll, sich erst einmal, vielleicht am Telefon, kurz zu unterhalten, wenn man einen Termin gebucht hat (ich rufe die Klienten meistens zurück), um aus diesem kurzen sprachlichen Austausch ein wenig zu spüren, ob einem dieser Mensch sympathisch sein könnte und man sich ihm anvertrauen möchte. Wenn das mündlich nicht möglich ist, genügt auch das Erstgespräch. Die meisten Menschen sind nach einem Erstgespräch bereit, sich zu entscheiden, ob sie sich eine Zusammenarbeit mit der Therapeutin vorstellen können.

Ich persönlich versuche im Erstgespräch auch zu klären und dies fachlich zu begründen, ob ich denke, dass es eine Psychotherapie braucht oder eher mehrere psychologische Gespräche genügen. Die Entscheidung über dieses Thema fällt gemeinsam.

Ganz tiefes Vertrauen braucht Zeit und stellt sich nicht immer in der ersten Sitzung gleich ein, aber helfen kann man einem Menschen, wenn er wirklich in Not ist und es auch zulässt, relativ schnell.

4. Wie würden Sie die Atmosphäre in Ihrer Praxis beschreiben?

Die Atmosphäre in meinen beiden Praxen ist gemütlich und schön, allerdings sind es beides ältere Häuser. An der Vogelsangstr. 7 ist der Raum grösser und moderner. An der Vogelsangstr. 52 gibt es ein Jugendstilwartezimmer mit bunten Fenstern, das sehr schön ist. Die Räume sind an beiden Orten schön und stilvoll eingerichtet.

5. Wie schafft man es als Psychotherapeutin in Balance zu bleiben, zwischen emotionaler Verbundenheit zum Klienten und sachlichem Verständnis?

Das ist nicht so einfach. Als Psychotherapeutin muss man die Menschen, ihre Schwächen und Probleme grundsätzlich empathisch verstehen können. Was auch immer sich vor einem ausbreitet an Problemen - man hat nicht darüber zu urteilen. Es geht in erster Linie darum, dem Menschen, wo er im Leben steht oder welches Problem er hat, zu verstehen und dann zu versuchen, ihm zu helfen. Dies in dem Sinne, dass er wieder seine „innere Balance“ und Freude am Leben findet, damit er später ohne therapeutische Hilfe sein Leben bewältigen kann.

Es ist dasselbe wie bei einer ärztlichen Tätigkeit: Man hilft, aber hat selbst die Krankheit oder das Problem nicht unbedingt auch.

Daher ist mein Anspruch an mich gross, wirklich mit fachlichem Wissen zu helfen und nicht mit irgendeiner Scharlatanerie oder selbstgezüchteten, nicht wissenschaftlich verifizierten Überzeugungen. So ist es auch möglich, genügend Abstand zur seelischen Not des Klienten zu finden, auch wenn dies nicht immer 100% gelingt und man auch mal bei sehr schweren Schicksalen sehr mitfühlend reagiert und noch zuhause darüber nachdenkt. Hilfreich dazu kann dann ein Austausch unter Fachkollegen sein, (Intervision), oder eine Supervision eines besonders schwierigen Falles mit einem erfahrenen Psychologen oder Psychiater.


Die Praxen von Manuela Shirin Knappbefinden sich an der Vogelsangstrasse 7 und 52, 8006 Zürich.