Herbstdepression – Was kann ich dagegen tun?

Tage werden kürzer, Temperaturen sinken und graue Regenwolken drücken die Stimmung. Der Herbst ist da und mit ihm bei etwa jedem vierten Menschen die saisonabhängige Depression. Herbstdepression zeigt Merkmale wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit oder Heisshunger. Der Organismus produziert mehr Schlafhormone als im Sommer. Um nicht bis zum Frühjahr auf die gute Laune zu warten, stellen wir Ihnen vier Strategien vor, um dem Trübsal entgegenwirken.

Im Gegensatz zu anderen Formen von Depressionen, die mit Appetit- und Schlaflosigkeit einhergehen, äussert sich eine Herbstdepression wie obengenannt. Die Beschwerden beginnen meist ab dem 20. Lebensjahr und nehmen mit höherem Alter zu. Der Grund dafür ist vor allem in unserem Hormonhaushalt zu finden, wirken Sie dem entgegen.

Tipp 1: Tageslicht

Psychologen gehen davon aus, dass sich der Körper durch die kürzeren Tageslicht-Perioden im Herbst auf den Winterschlaf einstellt. Da der Mensch für gewöhnlich auch zur kalten Jahreszeit aktiv lebt, macht dieser Mechanismus vielen Gemütern zu schaffen. Um Ihre Glückshormone auch im Herbst zu aktivieren, sollten Sie daher unbedingt ans Tageslicht gehen. Je heller es draussen ist, desto besser für die gute Laune. Denn bei Tageslicht signalisieren die Nervenbahnen an den Augen unserem Körper weniger Schlafhormone wie Melatonin zu produzieren. Melatonin wird fast ausschliesslich nachts in der Zirbeldrüse, einer sehr kleinen Drüse im Zwischenhirn, gebildet. Eine halbe Stunde im Freien, auch wenn das Wetter sich nicht von seiner schönsten Seite zeigt, reicht bereits für eine aufhellende Stimmung aus. Ein guter Nebeneffekt: Durch das Sonnenlicht nimmt unser Körper über die Haut Vitamin D auf, welches wichtig für ein gesundes Immunsystem ist.

 

Tipp 2: Farbtherapie

Farben: Sie sind überall, sodass wir Ihre Effekte meist gar nicht mehr bewusst wahrnehmen. Doch jede Farbe hat eine Wirkung auf unsere Psyche. Sie können Entspannung, Vitalität oder sogar Sinnlichkeit in uns hervorrufen. Aber auch Traurigkeit, Zorn und Wut. Bei einer Farbtherapie unternimmt der Therapeut den Versuch, die positiven Einflüsse von Farben vorbeugend oder heilend einzusetzen. Mithilfe bestimmter Techniken wie der Farbbestrahlung, wird die Haut mehrere Minuten lang von einer wohltuenden Lichtquelle angestrahlt. Die starken Farb- und Lichtimpulse können Winterdepressionen vorbeugen oder die Beschwerden lindern. Studien belegen: Bei etwa 60 bis 70 Prozent aller Betroffenen, wirkt die Lichttherapie bereits nach einer Woche. Auch Sie selbst können aktiv Farben in Ihrer Umgebung einsetzen, um im Alltag die Stimmung zu heben. Die Farbe Orange beispielsweise steht für Wärme und Fröhlichkeit. Gelb wirkt munter und fröhlich und grüne Farben wecken in uns Vitalität. Ein paar Farbtupfer, wie bunte Kissen auf Ihrem Lieblingsplatz oder einen farbenfrohen Hintergrund auf dem Smartphone helfen, um in uns kleine Glückmomente über den Tag verteilt zu wecken.

Tipp 3: Bewegung

Körperliche Aktivität weckt ebenso Freudensänge in unserem Glückshormonhaushalt. Denn wenn der Organismus in Bewegung kommt, werden automatisch mehr Glückshormone wie Endorphin oder Serotonin produziert. Diese Hormone sind dafür verantwortlich, dass wir Freude empfinden. Wer sich eher zu den Sportmuffeln zählt, der kann mit alternativen Sportarten wie Yoga, Pilates oder Qi-Gong, auf den sportlichen Geschmack kommen. Denn anders als beim Laufen oder Gewichte heben, überfordern die sanften Übungs- und Entspannungssysteme den Körper zu keiner Zeit. Zudem nehmen Yoga, Pilates und Qi-Gong durch bewusste Atemübungen oder Meditationseinlagen einen besonders positiven Einfluss auf die Psyche. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie den Sport nicht allein, sondern in einem Kurs treiben. Mit einem Trainingskollegen an der Seite gelingt das Sporteln meist viel motivierter: Denn durch gegenseitige Motivation können Ziele schneller erreicht und schwere Wiederholungen mit Biss bewältigt werden.

Tipp 4: Ernährung

Ein typisches Merkmal einer Herbstdepression ist der Heisshunger auf Süsses und auf Kohlenhydrate. Ganz auf Zucker müssen Sie gerade im Herbst nicht verzichten, denn Nahrungsmittel wie Schokolade, können spezifische Stoffe im Körper zu Serotonin umwandeln. Wer jedoch nicht zu viel an Pfunden zulegen möchte, der sollte seine Ernährung im Herbst anpassen. Magnesium beispielsweise, kann Ihnen während einer Herbstdepression zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden verhelfen. Denn durch den Mineralstoff kommt es zu einer Reizübertragung von den Nerven zu den Muskeln, was dazu führt, dass Stress schneller abgebaut wird. Magnesium finden Sie in zahlreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten sowie in Haferflocken, Sesam, Erbsen oder Bohnen. Auch die gesunden Omega-3-Fettsäuren im Fisch wie Lachs oder Hering, können für einen Energieboost sorgen. Zudem kurbeln sie Ihr Immunsystem an und sind gut für die Gehirnleistung. Dazu Gemüse und Obst, die Sie mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen versorgen und der Heisshunger wird auf einer gesunden Art und Weise gestillt.

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