Ein schreiendes Baby liegt auf dem Bauch und schaut in die Kamera

Die Kinderzeit ist eine schöne, aber auch anstrengende Phase, die vielen Eltern den letzten Nerv raubt. Dass Babys schreien ist normal, denn es ist das einzige Mittel das sie haben, um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf sich zu ziehen und um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Instinktiv wenden sich die Eltern dem Säugling zu, geben ihm die Flasche oder wiegen ihr Kind in den Schlaf. Es gibt jedoch Fälle, in denen Kinder trotz elterlicher Zuwendung nicht aufhören zu schreien. In solchen Fällen sind meist andere Gründe die Ursache.

 

Was sind Schreibabys?

Wenn Babys für mehrere Stunden am Stück ohne erkennbaren Grund schreien, nennt man sie Schreibabys. Aufgrund des zeitlichen Auftretens und der unbewiesenen Vermutung, dass ein Kolik Ursache der Beschwerden des Säuglings sein könnte, wird das Störungsbild als Dreimonatskolik bezeichnet. Oftmals können sogenannte Dreimonatskoliken den Bauch so verhärten, dass es zu Bauchspannungen kommt, die starke Schmerzen verursachen. Häufig sind es jedoch auch Spannungen am Schädel und der Wirbelsäule, die während der Geburt oder der Schwangerschaft entstanden sind.

Vorgeburtlich können Blockaden vor allem durch Platzmangel in der Gebärmutter bei Mehrlingen, bei Unfällen der Mutter oder bei unglücklicher Lage des Kindes im Becken der Mutter entstehen. Bei der Geburt entstehen Blockaden vor allem durch erhöhte Druckverhältnisse, bei längeren Pausen zwischen den Wehen, bei Lagerveränderung des Kindes, oder durch den Einsatz von Hilfsmitteln, wie Zange oder Vakuumpumpe.

 

Tipps und Tricks bei Schreikindern

Ein Schreikind kann massiven Stress, Ungeduld und Aggressivität verursachen. Egal wie belastend die Situation ist, ein Kleinkind darf unter keinen Umständen geschüttelt werden. Dies kann zu bleibenden Schäden an Nacken und Wirbelsäule führen.

Folgende Massnahmen haben sich hingegen als hilfreich erwiesen:

1. Wippe das Kind in deinen Armen – Setz dich auf einen Sitzball und halte das Kind nah am Körper. Wippe dann langsam auf und ab.

2. Lass den Wecker ticken - Das rhythmische Geräusch von einem Wecker im Zimmer, in welchem das Kind schläft,kann eine wundersam beruhigende Wirkung haben.

3. Geh an die frische Luft– Frische Luft, Licht und Bewegung sind gut für Kinder und helfen den Eltern, Stress abzubauen.

4. Mach den Fliegergriff –Das Baby wird mit der Hand unter den Bauch gefasst, der Kopf liegt auf dem Unterarm, das Baby liegt also auf dem Bauch.

5. Schaff Geborgenheit– Babys brauchen das Gefühl von Geborgenheit und das Gefühl, nicht alleine zu sein. Dieses Gefühl wird in erster Linie durch Streicheleinheiten, Zuwendung und Körperwärme vermittelt. Eine gute Alternative ist das Wickeln. Dabei wird das Baby eng in ein Tuch gewickelt, was ihm ein Gefühl der Geborgenheit gibt.  

6. Gib dem Tag einen Rhythmus–Ein geregelter Tagesablauf gibt dem Kind Sicherheit und sorgt für innere Ruhe.

7. Nimm dir eine Auszeit– Wenn sich ein Elternteil um das Baby kümmert, sollte der andere bewusst abschalten und die Zeit dazu nutzen, sich zu erholen. Stress wirkt sich unterbewusst auch auf das Kind aus und beeinflusst dessen Verhalten.

Nimm dir dafür Zeit, probiere die verschiedenen Massnahmen aus. Bleib ruhig und lass dich vom Schreien nicht überfordern. Falls du Hilfe benötigst, kannst du eine Kinderberatungsstelle aufsuchen. 

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