Trockene Luft bekämpfen, gewusst wie

In den Regalen zeigen sich die ersten adrett gekleideten Weihnachtsmänner und auf den Strassen breiten sich Mützen und Schals aus. Manche Zeichen des nahenden Winters lassen sich kaum übersehen. Andere jedoch sind unsichtbar und zeigen sich erst in ihren Folgen. Wie beispielsweise Veränderungen in der Luft. Damit sind nicht die sinkenden Temperaturen gemeint, sondern die Qualität der Luft, genauer, deren Feuchtigkeitsgehalt.

Tipps gegen trockene Luft

Temperaturunterschiede im Winter sorgen für Lufttrockenheit

In den Wintermonaten fühlen wir in unseren Breitengraden nur wenig von diesem Feuchtigkeitsgehalt. Docg spätestens wenn die Heizungen aufgedreht werden, klagen viele über trockene Luft. Weshalb ist das so?

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft. Strömt kalte Aussenluft mit wenig Wasserdampfgehalt in ein geheiztes Zimmer, wird die Feuchtigkeit von den warmen Anteilen aufgenommen. Die erhöhte Temperatur sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit schneller verdampft. Aus diesem Grund liegt die relative Luftfeuchte von Innenräumen im Winter zuweilen unter den Werten, die in Wüsten gemessen werden.

Trockene Luft und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit

Oberflächlich macht sich die Trockenheit, insbesondere bei Kontaktlinsenträgern, durch gereizte, gerötete Augen bemerkbar. Die Haut trocknet aus, wird rissig und spannt, was auf dem Kopf in einigen Fällen zu Schuppenbildung führen kann und im Mundbereich zu gesprungenen Lippen.

Zudem ist es kein Zufall, dass die Grippe im Winter ein weitaus verbreiteteres Phänomen ist als in den wärmeren Jahreszeiten. Viren überleben in der trockenen Luft bis zu vier Mal länger und haben damit mehr Zeit, sich zu verbreiten. Zusätzlich begünstigend wirkt dabei der erhöhte Staubgehalt trockener Luft, da die Staubpartikel als Träger für Viren und Bakterien dienen. Die nicht ausreichend befeuchteten Schleimhäute des Körpers sind weniger effizient in ihrer Selbstreinigungsfunktion, die Anfälligkeit gegenüber Erkältungen steigt - und einmal erkrankt, sorgen wir selbst für die weitere Verbreitung der Grippe.

Auch ohne Erkältung fühlen sich viele Menschen müde und klagen über Kopfschmerzen. Eine mögliche Ursache hierfür liegt in der erschwerten Aufnahme von Sauerstoff während der ‚trockenen Jahreszeit’, welche auch zu verringerter Konzentrationsfähigkeit führen kann.

Tipps gegen trockene Luft

So unangenehm die Folgen trockener Luft auch sein mögen, der reduzierte Feuchtigkeitsgehalt der Luft ist ein natürliches Phänomen, welches durch durchgehend warmer Räume noch verstärkt wird. Eine Konsequenz, die sich daraus ergibt; überheizen Sie Ihre Räume nicht. Auch dicke Socken und ein Kaschmirpullover schützen gut vor Kälte. Regelmässiges, kurzes Lüften ist zwar wichtig, vermag jedoch die Trockenheit nicht zu vertreiben.

Lassen Sie, sofern möglich, während dem Duschen und Kochen die Tür zu Bad und Küche offen, um den Wasserdampfgehalt kurzfristig zu erhöhen. Hilfreich sind auch Zimmerpflanzen, zum Beispiel der Papyrus, welche als eine Art natürliche, dezentrale Befeuchtungselemente eingesetzt werden können. Ähnlich wirken auch feuchtigkeitsspendende Materialien in der Wohnung, wie beispielsweise Holz oder Gips.

Ansonsten existiert in Fachgeschäften ein breites Angebot an Luftbefeuchtern. Lassen Sie sich beraten und achten Sie auf eine hohe Qualität und entsprechende Gütesiegel. Doch nicht nur von Aussen, auch von Innen ist Hydration essentiell; trinken Sie ausreichend Wasser oder noch besser Tee, der wärmt auch noch allfällige klamme Finger.

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